1500 Euro übergeben – In diesem Jahr bereits vierte Auflage der außergewöhnlichen Geschenkidee

Mit der bereits vierten Auflage wird die „Wieslocher Weihnachtswunsch-Aktion“ in diesem Jahr erneut dafür sorgen, dass Herzenswünsche von all jenen Kindern erfüllt werden, deren Eltern finanziell dazu nicht in der Lage sind. „Wir bleiben bei dem sich inzwischen eingespielten Konzept“, betonten jetzt in einem Pressegespräch Ines Adam und Jindro Stehlik, bei denen die organisatorischen Fäden zusammenlaufen. Allerdings gibt es in diesem Jahr eine erfreuliche Ausnahme: Wegen eines Überschusses, der durch die Spendenfreudigkeit seitens der Bürgerinnen und Bürger aus der Weinstadt erzielt werden konnte, stehen zusätzliche Finanzmittel zur Verfügung. Und dies führte beim Projektteam zu Überlegungen, auch mitten im Jahr zu helfen und zu unterstützen.

„Wir haben Kontakt mit den Initiatoren des Kinderförderfonds südliche Kurpfalz aufgenommen und abgeklärt, ob und wie wir mit einer Spende tagtäglich auftretende Notsituationen bei Kindern mildern können“, so das Projektteam.

Und so hat man sich entschlossen, einen Betrag in Höhe von 1.500 Euro an die Leiterinnen des Diakonischen Werkes und des Caritasverbandes für den Zuständigkeitsbereich Wiesloch, Ursula Igel und Ronald Koch, zu übergeben. Ausschlaggebend für diese Entscheidung war die inhaltliche Übereinstimmung mit der Zielsetzung der weihnachtlichen Aktivitäten. So wird über den Kinderförderfonds gewährleistet, dass mit der Spende bestimmungsgemäß ausschließlich Wieslocher (mit den Stadtteilen) Kinder im Alter bis zu zehn Jahren unterstützt werden sowie in speziellen Fällen auch deren älteren Geschwister.

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Der Kinderförderfonds südliche Kurpfalz wurde im Herbst 2009 auf Initiative des Diakonischen Werkes im Evangelischen Kirchenbezirk Südliche Kurpfalz und des Caritasverbandes für den Rhein-Neckar-Kreis e.V. gegründet. Als Schirmherren fungieren die evangelische Dekanin Annemarie Steinebrunner, der katholische Dekan Jürgen Grabetz sowie die Oberbürgermeister von Schwetzingen, Hockenheim, Leimen und Wiesloch, Dr. René Pöltl, Dieter Gummer, Wolfgang Ernst und Franz Schaidhammer. „Mit dem Diakonischen Werk und dem Caritasverband haben wir zwei Institution gefunden, die sich bestens mit den Gegebenheiten auskennen und gewissenhaft und mit viel Erfahrung in Frage kommende Kinder aussuchen und bestimmen können“, begründeten Adam und Stehlik den jetzt festgelegten Weg.

„Stellvertretend für viele Wieslocher Kinder möchte ich mich ganz herzlich bei Ihnen für diese Spende bedanken“, freute sich Igel über die Unterstützung. Immer wieder geraten nach ihren Worten Familien, die mit sehr wenig Geld auskommen müssen, an ihre Grenzen. Wenn das Budget gerade so ausreiche für die notwendigsten Dinge im Leben, sei dies schon eine Belastung, wenn die Kinder zum Kindergeburtstag eingeladen werden oder ein Ausflug anstehe. „Leidtragende von Armut sind immer  die Kinder und zwar dann, wenn sie nicht mitmachen können, was für andere  selbstverständlich sei. „Danke, dass sie uns helfen“, betonte Igel. ´

Die Spende könne beispielsweise dafür genutzt werden, um mit einem Schlaf- oder Rucksack für die Zeltfreizeit zu helfen, einen Zuschuss für eine Kinderbrille zur Verfügung zu stellen oder mit einem Kostenbeitrag ein für einen Aufenthalt in einem Landschulheim oder eine andere Freizeit zu ermöglichen.

Die „Wieslocher Weihnachtswunsch-Aktion“ wird, nach einem Rekord im Vorjahr (145 Herzenswünsche konnten erfüllt werden), in bewährter Manier fortgeführt. Alsbald stehen erste Gespräche mit den Multiplikatoren an, Vertretern von Grundschulen, Kindergärten und sozialen Einrichtungen in Wiesloch. „Wir sind auf eine gute Zusammenarbeit angewiesen“, berichtete Stehlik. „Denn über diese Multiplikatoren erfahren wir, wo Herzenswünsche über unsere Aktion erfüllt werden könne.“ Wie auch in den Vorjahren besteht in der Vorweihnachtszeit die Möglichkeit, die dann im Rathaus ausgehängten Wunschzettel abzuholen, die Geschenke wurden eingekauft und wieder zurückgebracht. „Unverpackt werden wir diese dann den Eltern übergeben, deren Kinder das Gefühl haben sollen, die Weihnachtspräsente aus deren Händen zu erhalten“, meinte Stehlik. Somit wollen die Initiatoren verhindern, dass sich die Beschenkten als „Sozialfall“ fühlen. Demzufolge waren auf den Wunschzetteln auch keine Nachnahmen oder Adressen aufgelistet. Die Paten konnten dem Papier lediglich den Wunsch, den Vornamen und das Alter entnehmen.

Mit eingebunden in das Projektteam sind die Bürgerstiftung Wiesloch, das Ehrenamtsbüro sowie die Stadtverwaltung.


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