Rekord bei Wieslocher Weihnachts-Wunsch-Aktion: 145 Herzenswünsche werden erfüllt

Mit einem neuen Rekord schloss die diesjährige Wieslocher Weihnachts-Wunsch Aktion ab. Insgesamt konnten 145 Herzenswünsche erfüllt werden, bei der dritten Auflage nochmals eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr. Beim Abschlusstreffen im Rathaus konnte jetzt, stellvertretend für all jene, die sich mit Geldspenden und selbst gekauften Geschenken beteiligt haben, gedankt werden. Oberbürgermeister Franz Schaidhammer, der zusammen mit dem spiritus rector der Aktion, dem SPD-Bundestagsabgeordneten Lars Castellucci, schüttelten all jenen symbolisch die Hände, die zum Gelingen der außergewöhnlichen Idee beitragen haben, danken.

Damit auch jene Kinder unter dem Weihnachtsbaum bedacht werden können, deren Eltern aus finanziellen Gründen nicht in der Lage sind, eben die „Herzenswünsche“ zu erfüllen, wurde vor drei Jahren die Idee geboren, die sich inzwischen in der Weinstadt fest etabliert hat. Das Projektleiterteam Ines Adam und Jindro Stehlik, seit Wochen mit einigen Mitstreitern bezüglich der Umsetzung aktiv, zog ein positives Fazit. „Es wurde mal wieder ein Zeichen gesetzt. Hilfsbereitschaft steht in Wiesloch ganz oben an“, freuten sich beide über das Engagement seitens der Bürgerinnen und Bürger. Wie auch in den Vorjahren bestand zum einen die Möglichkeit, die im Rathaus ausgehängten Wunschzettel abzuholen, die Geschenke wurden eingekauft und wieder zurückgebracht. „Unverpackt haben wir diese dann den Eltern übergeben, deren Kinder das Gefühl haben sollen, die Weihnachtspräsente aus deren Händen zu erhalten“, meinte Stehlik. Somit wollen die Initiatoren verhindern, dass sich die Beschenkten als „Sozialfall“ fühlen. Demzufolge waren auf den Wunschzetteln auch keine Nachnahmen oder Adressen aufgelistet. Die Paten konnten dem Papier lediglich den Wusch, den Vornamen und das Alter entnehmen.

Die Wieslocher WeihnachtsWunsch- Aktion kann nur gelingen, wenn sich viele Patinnen und Paten, Spenderinnen und Spender und Helferinnen und Helfer beteiligen. Ein herzliches Dankeschön allen, die sich privat, als Unternehmen oder im Rahmen ihres Engagements für eine Organisation eingebracht haben! Foto: Helmut Pfeiffer

Inzwischen ist die Aktion für viele Wieslocher eine feste Institution geworden. So hat sich beispielsweise die Familie Hasse bereits mehrmals beteiligt und in jedem Jahr fünf bis sechs Wunschzettel abgeholt. Aber auch der örtliche Einzelhandel (Tari-Bikes und Radsport Brand) haben sich mit großzügigen Sachspenden, in diesem Falle mit Fahrrädern für Kleinkinder, beteiligt. Ebenfalls mit dabei das Hotel Ifen und der „Kleiderlädle“ vom PZN, die jeweils 500 Euro zum Erfolg beitrugen. Auch die Bäckerei Rutz steuerte erneut 1000 Euro bei. Insgesamt kamen rund 3000 Euro an Gelspenden zusammen. „Wir sind dann selbst losgezogen und haben eingekauft“ berichteten Adam und Stehlik.

Mit eingebunden waren auch das Ehrenamtsbüro und die Stadtverwaltung, aber auch die Schulen und Kindergärten, die bei der Suche der entsprechenden Familien eine große Unterstützung waren. Einige Wunschzettel blieben bis vor kurzem hängen, mit den Geldspenden kaufte das rührige Organisationsteam die „offenen“ Geschenke ein.

„Wir sind beeindruckt von der gezeigten Bereitschaft, zu helfen. In diesem Jahr hatten wir wieder viele, die von Anfang an dabei sind. Auch kleinere Gemeinschaften haben sich gebildet, um so anstehende Wünsche erfüllen zu können“, lautete das erfreuliche Fazit.


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